Authentisch und methodische Anpassungen
Für das Sozialprojekt „Perspektive Ich“ zum Thema Mobbingprävention und Stärkung des Selbstwertgefühls vergebe ich rückblickend 3 von 5 Punkten. Besonders positiv hervorzuheben ist Frau Schellhases großes persönliches Engagement. Man merkt deutlich, dass sie für ihr Thema brennt und mit viel Herzblut arbeitet. Ihre zahlreichen praxisnahen Beispiele waren anschaulich und lebensnah, sodass die Kinder viele Inhalte gut nachvollziehen konnten und konkrete Bezüge zu ihrem Alltag herstellen konnten.
Gleichzeitig sehe ich Verbesserungspotenzial in der methodischen Gestaltung des Projekts. Die Kinder verbrachten einen großen Teil der Zeit im Sitzkreis und mussten längere Phasen aufmerksam zuhören. Gerade bei jüngeren Kindern mit naturgemäß eher kurzen Aufmerksamkeitsspannen wären häufigere Wechsel der Arbeits- und Aktionsformen sowie mehr Bewegung und Interaktion aus meiner Sicht hilfreich gewesen, um die Konzentration und Beteiligung dauerhaft aufrechtzuerhalten.
Auch die begleitenden Elternabende haben bei mir gemischte Eindrücke hinterlassen. Der erste Elternabend enthielt überwiegend Informationen, die vielen Eltern bereits bekannt waren, sodass der Mehrwert eher begrenzt wirkte. Der zweite Elternabend wurde teilweise als etwas ungeduldig und im Umgang mit Eltern nicht immer wertschätzend wahrgenommen.
Die Lehrerfortbildung wurde im Kollegium einerseits als informativ und bereichernd erlebt. Andererseits entstand stellenweise der Eindruck, dass bestimmte Sichtweisen recht eindeutig und wenig offen vermittelt wurden, was vereinzelt als etwas dogmatisch empfunden wurde.
Insgesamt bleibt der Eindruck eines wichtigen und engagiert durchgeführten Projekts mit einer Referentin, die für ihre Inhalte begeistert und authentisch einsteht. Gleichzeitig könnten methodische Anpassungen und eine sensiblere Gestaltung der Zusammenarbeit mit Eltern und Kollegium dazu beitragen, die Wirkung des Projekts weiter zu stärken.
27 de mayo de 2026
Opinión espontánea