Nie wieder Fischer - nach 500 km Totalschaden und mühsamer Support (Kauf Juli 2026)
Kurzzusammenfassung:
- Mangelhafte Neuware bei Lieferung: Lackabplatzungen an Lenker/Gepäckträger, tiefe Schramme am Rahmen mit beschädigter Lackschicht sowie schlecht sitzende Akku-Verblendung. Vorderlicht vibriert stark und verursacht störende Geräusche.
- Probleme mit der Beleuchtung (nach ca. 200 km): Rücklicht komplett defekt.
- Defektes Tretlager (nach ca. 350 km): Lautes Knacken und haptisches Feedback beim Treten; Support wollte primär eine kostenpflichtige Inspektion verkaufen.
- Chaos bei Servicepartnern & Erstattungsrückstand: Verwirrung um Vertragswerkstatt; vorgelegte Reparaturkosten (35 €) wurden trotz Zusage bis heute (20.10.2026) nicht erstattet.
- Motorschaden / Elektronik-Ausfall (nach ca. 450 km): Fahrrad lässt sich trotz voll geladenem Akku nicht mehr einschalten; Display, Licht und Motor DEFEKT.
- Rostbildung: Das Fahrrad stand keine einzige Nacht im Freien, sondern ausschließlich im beheizten Hausflur.
Fazit: Extrem enttäuschende Qualität von Produkt und Kundenservice. Ich empfehle ausdrücklich niemandem den Kauf eines Fischer-E-Bikes!
Detaillierter Erfahrungsbericht:
Fischer bietet B-Ware, Neuware mit optischen Mängeln und tadellose Neuware an. Ich habe mich bewusst für die teurere Neuware-Option entschieden, um ein tadelloses E-Bike zu erhalten. Die Enttäuschung beim Auspacken war riesig: Neben kleineren Lackplatzern an Lenker und Gepäckträger wies die Akku-Verblendung eine tiefe Schramme auf und saß locker. Besonders kritisch war eine Schramme am Rahmen direkt unter dem Akku, bei der der schützende Lack beschädigt war. Ein beschädigter Rahmenlack stellt bekannterweise ein massives Rostrisiko dar. Das Vorderlicht vibriert beim Fahren extrem und erzeugt störende Nebengeräusche. Der Kundenservice bot mir zunächst lediglich magere 50 € Preisnachlass an, obwohl der herstellereigene Shop B-Ware mit optischen Mängeln um 129 € günstiger verkauft. Erst nach deutlichem Nachhaken einigte man sich auf 75 € – ein zäher Start.
Nach gerade einmal 200 km fiel das Rücklicht komplett aus. Statt einer unkomplizierten Reparatur über eine Werkstatt wurde ich dazu bewegt, das Rücklicht im Eigenanbau zu tauschen, nachdem mir eine Anleitung zugeschickt wurde. Für einen Laien ist so etwas extrem ärgerlich.
Anfang September 2026 – nach rund 350 km (bei täglichen 10 km Arbeitsweg) – ging das Tretlager kaputt. Es äußerte sich durch lautes Knacken und spürbares haptisches Feedback in den Pedalen. Anstatt den Gewährleistungsfall anzuerkennen, empfahl mir der Kundenservice zunächst eine kostenpflichtige Inspektion für 149 € (was über 16 % des Kaufpreises entspricht!). Erst nach meiner Ablehnung und dem Verweis auf die gesetzliche Gewährleistung lenkte man widerwillig ein.
Dazu kam Verwirrung bezüglich der Servicepartner: Die örtliche Werkstatt wird auf der Fischer-Homepage explizit als Servicepartner gelistet. Der Support behauptete per Mail jedoch das Gegenteil und verweigerte einen Technikereinsatz auf der Insel. Nach Wochen des E-Mail-Verkehrs stimmte man schließlich der Übernahme von Werkstattkosten zu. Ich ließ das Lager reparieren und trat mit 35 € in Vorleistung. Trotz Einreichung der Rechnung am 10.10.2026 warte ich bis heute auf mein Geld (Stand 20.10.2026).
Der negative Höhepunkt folgte nach knapp 450 km Gesamtlaufleistung: Nach dem nahezu vollständigen Aufladen schaltete sich das Fahrrad am nächsten Morgen schlichtweg nicht mehr ein. Während der Akku per eigenem Prüfknopf die volle Ladung anzeigt, bleiben Display, Beleuchtung und der Motor komplett funktionslos. Der Defekt ist seit heute (20.10.2026) gemeldet. Wie es weiter geht, steht in den Sternen.
Nach rund vier Monaten weist das Fahrrad eine Vielzahl an Mängeln vor. Aktuell ist es nicht mehr fahrbereit, da der Motor defekt zu sein scheint. Hervorzuheben ist: Das Fahrrad stand seit dem ersten Tag ausnahmslos im beheizten Hausflur und hat nicht eine einzige Nacht im Freien verbracht. Dennoch zeigt es an diversen Stellen bereits erste Rostansätze.
Das E-Bike trifft optisch total meinen Geschmack. Aus meiner Sicht ist die Qualität dieses E-Bikes jedoch schlichtweg miserabel. Ein Fahrrad, das nach rund 500 km einen Totalschaden erleidet, nach 350 km ein defektes Tretlager aufweist und bereits bei Lieferung derartige Beschädigungen hat, entspricht in keiner Weise den Erwartungen an ein verlässliches Verkehrsmittel. Hier trifft das Sprichwort „Wer billig kauft, kauft zweimal“ vollkommen zu.
Sowohl vom Produkt als auch vom Kundenservice, bei dem man um jede Selbstverständlichkeit kämpfen muss, bin ich maßlos enttäuscht. Ich werde nie wieder ein Fischer-Rad kaufen und kann m. M. n. ausdrücklich davon abraten.




